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Erfahrungen mit Bettwanzen

Hallo, Ihr Lieben, hier ist wieder Lörchen mit einem Beitrag über Tierchen, die nicht von Euch gewollt in Euer Leben treten können.

Zum ersten Mal bin ich 2015 auf den Camino gegangen, ganz unbedarft, im Sommer, Anfahrt mit dem Flixbus von Münster aus nach Bilbao, ganz okay für 60 Euro. Dann mit der spanischen Buslinie Alsa in die wunderschöne Provinz Navarra, wo in der Stadt Pamplona der eigentliche Start meiner Pilgerreise begann.

Bin völlig überrascht, von den wunderbaren Landschaften, die Kornkammer Spaniens, Felder bis zum Horizont, da angelangt, tut sich sofort ein neues Panorama auf, was sich atemberaubend schön darstellt.

Als ungeübter Wanderer laufe ich so vor mich hin, bin nicht die schnellste, jedoch 8 Stunden täglich, das ist für mich schon eine Leistung ohne GPS und ohne Wanderkarte, nur den Pfeilen oder Muscheln folgend.

Egal, ohne vorherige Festlegung eines Tageszieles pilgerte ich von Ort zu Ort und hatte auch nie Probleme, ein Nachtlager zu erhaschen. Städtische, private oder auf Spendenbasis geführte Herbergen sind reichlich vorhanden und bieten ein bequemes Bett ohne Probleme. Sogar bei den weißen Nonnen bekam ich einen Schlafplatz und kaltes Wasser in speziellen Flaschen mit dem Bild des Papstes auf dem Etikett, wundervoll.

In manchen Betten entdeckte ich kleine Blutflecke, worüber ich mir überhaupt keine Gedanken machte, denn Blasen an den Füßen haben viele und Mückenstiche auch, also da kann schon mal der eine oder andere Tropfen Blut auf ein Bettlaken geraten.

Nach über 4 Wochen, fast am Ziel von Santiago de Compostela angelangt, ganz früh am Morgen, werde ich wach, ziehe meine Pilgerkluft an und erschrecke mich, als ich meine beiden Unterarme sah. Jeweils rote sogenannte Straßen von den Handflächen bis zu den Armbeugen und das juckte wie verrückt.

Was ist das denn, fragte ich mich…mein Handy genommen und gegoogelt, ach, herrje BETTWANZEN!

Totale Panik erfasste mich. Aus lauter Angst, die Tierchen mit nach Hause zu nehmen, ließ ich alles in der Albergue de Peregrinos, vom Schlafsack, bis hin zum kompletten Rucksack, alles vorher in Deutschland neu gekauft.

Bettwanzen, steht bei Google, können nur durch den Kammerjäger entfernt werden und das kostet richtig Geld!

2016 begann ich in Saint-Jean-Pied-de-Port meinen 2. Pilgerweg, in einem Speziellen Treckingshop kaufte ich mir ein Punaises-Bettwanzenspray, der Duft, der aus der Dose kommt, hält die Biester ab, den Weg auf Deinen Körper und Deinen Rucksack zu finden.

Buen Camino Euer Lörchen

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