Ratenzahlung möglich
Bequem auf Rechnung bezahlen
 

Pilgerprobleme - Blasen an den Füßen

Hallo, ich bin es wieder, Euer Lörchen,

der Sommer lässt noch etwas auf sich warten, deshalb möchte ich Euch mit einer Geschichte versuchen, das Herz etwas zu erwärmen.

Pilgern konnte ich bisher nur allein, da ich noch so einiges aus meiner Vergangenheit zu verarbeiten habe. Abends jedoch ist es wichtig, Menschen zu treffen, mit denen Essen gekocht wird und ein verbaler Austausch von Erfahrungen stattfindet. Auf meinem im Mai besuchten Camino bekam ich unglaublich viele Blasen an beiden Füßen, Wieso?

Zirka 4 bis 5 Pflaster klebten auf den verschiedensten Stellen, dadurch wurden auch meine Wanderschuhe enger, denn ganz ohne Socken wollte ich nicht gehen. Am 8. Tag meiner Pilgerreise öffnete die Alberge erst 16.00 Uhr, also noch 2 Stunden Wartezeit.

Vor dieser Herberge standen rote Holzbänke, gut, Pause… Ein älterer Pilger setzte sich neben mich und wir kamen ins Gespräch. Er war 85 Jahre jung und ganz gut in Schuss und fit wie ein Turnschuh. Nach dem Dusch- und Waschvorgängen der Körper und Kleidungsstücke, natürlich streng getrennt zwischen Mann und Frau, gingen wir gemeinsam, um einen frischen, portugiesischen Salat zu essen. Ich war in barfuß unterwegs, der Blasen wegen.

Am anderen Morgen brach ich wieder allein auf mit schmerzenden Füßen. Irgendwann am Vormittag holte mich der Herr ein, er ist extra einen Umweg gepilgert, um mich zu suchen und zu fragen, nach meiner Handynummer, nein, nicht was Ihr denkt…

Er meinte, dass vor uns eine nicht so einfache Strecke liegt und der Weg zum Franzosenkreuz etwas schwierig wird, zumal ich geplagt bin von meinen Füßen. Den Austausch der Handynummern wollte er deswegen haben, falls mir übel wird und ich Hilfe brauche, dass ich mich melden kann und er umkehrt und mich unterstützt auf dem Weg zur nächsten Unterkunft, da auf dieser Strecke keine andere Möglichkeit besteht.

Wie selbstlos von einem fremden Menschen, unglaublich.

Würde mir von ganzem Herzen für mehr Menschen auf der ganzen Welt wünschen, dass die Hilfsbereitschaft, ganz uneigennützig in den Alltag einfließt und keine Hilfsangebote aus Profit und oder Profilierungsgründen.

Herzlichst Euer Lörchen

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.